Realgymnasium

Wir sind eine Pilgrim-Schule

Wir wollen als ganze Schulgemeinschaft dem Thema Schöpfungsverantwortung zunehmend Aufmerksamkeit schenken: Das Marianum ist seit 2011 Pilgrim-Schule und somit Teil des großen Bildungsnetzwerks. Nachhaltigkeit in all ihren Dimensionen (ökologisch – ökonomisch – sozial) ist uns wichtig: Mülltrennung in der Schule, Projekte und besonders viele Exkursionen, bei denen der Umweltgedanke im Mittelpunkt steht. Hier auf dieser Seite sind alle Berichte über diese Schulaktivitäten zu lesen!

Für weitere Informationen: www.pilgrim.at

Schuljahr 2019/20

Stöpsel sammeln und helfen

Auch heuer wieder wurden über das ganze Schuljahr hinweg Stöpsel von PET-Flaschen und Tetrapacks in den Klassen gesammelt. Nur allzu oft landen Flaschen aus dem Getränkeautomaten in den falschen Mistkübeln, wo sie nicht eigens vom Rest getrennt werden – von den Stöpseln der Flaschen ganz abgesehen.

Der Verein SPD Edinost aus Bleiburg/Pliberk nimmt sich seit Jahren dieser Sache an: Abertausende Stöpsel werden gesammelt, um aus ihnen Granulat für weitere Erzeugnisse aus Plastik zu gewinnen. Das heißt: Aus Alt mach Neu! Das Plastik wird recycelt, womit in erster Linie der Umwelt geholfen ist.

Daneben wird mit den verkauften Stöpseln ein Gewinn erzielt, den der Verein Familien schwerkranker Kinder zugutekommen lässt. Aktuell profitieren davon rund 10 Kinder vor allem aus Österreich, aber auch aus Slowenien oder Serbien. Am Marianum haben sich viele Schülerinnen und Schüler fleißig am Sammeln der Plastikstöpsel beteiligt, am meisten (2 volle Säcke) wurde in der Klasse 2B gesammelt, gefolgt von der 5A.

Die Belohnung für die Klasse mit den meisten gesammelten Stöpseln war auch als kleiner Motivationsschub fürs nächste Jahr gedacht: eine Packung Eis und Naschzeug für die ganze Klasse.

​Danke fürs Mitsammeln!
 
Mag. Bernd Huber

Umwelttag im Stift Göttweig 6A

Das Stift Göttweig war auch heuer wieder (3.10.2019) Schauplatz für den Umweltjugendvernetzungstag. Vom Marianum nahm die Klasse 6A zusammen mit Prof. Martin Moser und Prof. Bernd Huber teil. Für uns als Pilgrim-Schule sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit (ökologisch, aber auch ökonomisch und sozial!) Themen, die alle Menschen betreffen und daher viel stärker ins Bewusstsein gerückt werden sollen.

Der Grundgedanke des Umwelttages im Stift Göttweig ist, dass sich Jugendliche in verschiedenen Workshops mit umweltrelevanten Themen auseinandersetzen. Sie lernen so viel Neues über einen besseren Umgang mit der Schöpfung Gottes, sodass unser „gemeinsames Haus“ auch noch in Zukunft bewohnbar ist. Die Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus war impulsgebend für diesen Bildungs- und Vernetzungstag.

Auf dem großen Platz vor der Stiftskirche ging es los: Die Schülerinnen und Schüler wurden von Gastgeber Abt Columban Luser und Diözesanbischof Alois Schwarz begrüßt. Danach wurde schnell eingeteilt, wer welche Workshops besucht, denn nach einiger Zeit im eisigen Wind freuten wir uns alle auf das Programm in den Seminarräumen. 

Die Themen der rund 15 Workshops waren so buntgestreut wie auch die Einrichtungen, die dahinter standen und die die Schülerinnen und Schüler mit wertvollen Infos und Tipps versorgten: Das Welthaus Linz gab Einblick in die Produktion von Fairtrade-Schokolade, die Katholische Jugend erörterte, was aktiv für den Umwelt- und Klimaschutz unternommen werden kann, und ein Workshop zeigte vor, wie „Upcycling“ funktioniert.

Nach etwas Entspannung zu Mittag – die einfache Pasta mit Tomatensauce und Parmesan schmeckte –, ging es am Nachmittag mit einer Podiumsdiskussion weiter. Es diskutierten unter anderem eine Teilnehmerin von „Fridays for Future“ und Vertreter der Katholischen Jugend und Global 2000. 

Am Ende des Umwelttages sind es vor allem die vielen Austauschrunden und neuen Impulse zum Thema, die länger in Erinnerung bleiben werden. Es liegt an uns, dass wir persönlich und unsere Umwelt davon profitieren.  

Mag. Bernd Huber

Exkursion im Zeichen der Nachhaltigkeit 3AB

Als ein Ort der Begegnung und ein Ort des Austausches über das Thema bewusster Konsum wurde es im Mai 2018 eröffnet: das COCO lab im Wirtschaftsmuseum Wien. Die 3A des Marianum besuchte am 6.12.2019 das COCO lab, ein vielseitiges Laboratorium, in dem sich die SchülerInnen mit dem eigenen Konsumbewusstsein kritisch auseinandersetzen konnten. Begleitet wurden sie dabei von Prof. Henriette Pollak und Prof. Bernd Huber. 

Die SchülerInnen hinterfragten im ersten Teil des Workshops, was Vor- und Nachteile von Fairtrade- und lokalen Produkten sind, ob es immer sinnvoll ist, zu recyceln, und und und …

Im Vorfeld einer jeden kleinen Diskussion konnten die SchülerInnen zu einzelnen Fragen elektronisch abstimmen, danach wurde in Gruppenarbeit nach Infos z.B. zu erneuerbaren Energien gesucht. 

Ein Highlight des Programms war das Seilziehen, mit dem Strom gewonnen werden sollte: Die Kraftanstrengungen der SchülerInnen setzten ein Flippergerät in Betrieb und kurz danach sorgte ein Schlagzeug für Applaus. 

Am Ende des rund zweistündigen Workshops wurde auch noch die Frage nach dem richtigen Umgang mit sensiblen persönlichen Daten gestellt. 

Die SchülerInnen hatten davor bei einem angeblichen Gewinnspiel unwissentlich Daten über sich preisgegeben, schlussendlich wurde all dieses Material gemeinsam symbolisch geschreddert. 

Die Exkursion war für die 3A damit aber noch nicht beendet: Ein zweiter Besuch stand auf dem Programm, nämlich beim 48er-Tandler, ebenso im 5. Bezirk. 

Wir wurden durch die Räumlichkeiten geführt und erhielten allerlei Hintergrundinformationen zum Arbeitsalltag in diesem wunderschön eingerichteten Second-Hand-Shop der MA 48. Erstaunlich waren vor allem die großen Mengen an angelieferten Gebrauchtwaren und der Aufwand, mit dem wöchentlich ein Gutteil der angebotenen Altwaren gewechselt wird. Die SchülerInnen hatten nach der Führung auch einige Zeit, um sich selbstständig im 48er-Tandler umzusehen und fündig zu werden.

Alles in allem war es eine wirklich gelungene Exkursion, die ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit stand. Es ist für die SchülerInnen wichtig zu erkennen, dass wir sorgsam mit den Ressourcen unserer Erde umgehen müssen. Es gibt nur eine Schöpfung und sie ist absolut schützens- und erhaltenswert!

Mag. Bernd Huber

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