Realgymnasium

120 Jahre Marianum

Nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Obmann des katholischen Schulvereines entschloss sich die Ordensleitung der Marienbrüder zum Ankauf des Grundstückes Gersthoferstraße / Scheidlstraße, um dort eine eigene Schule zu errichten. Am 12. September 1900 wurde zwischen dem Realitätenbesitzer Paul Oberst und Herrn Hippolyth Hamm, dem Visitator der Marienbrüder in Österreich, der Kaufvertrag abgeschlossen.

Unmittelbar danach begann der k. k. Baurat und Baumeister Cajetan Miserowsky nach den Plänen des Architekten Gustav Ritter von Naumann mit dem Bau des Marianums. Von Seiten des Ordens beaufsichtigten Direktor Emil Vogel und Herr Immerschitt den baulichen Fortschritt des Hauses. Am 16. September 1901 war der Bau fertiggestellt und im Marianum konnten eine fünfklassige Volks- und eine dreiklassige Bürgerschule mit Internat für beide Schultypen eröffnet werden.

Das neue Gebäude wurde am 17. Oktober 1901 von Weihbischof Dr. Marschall eingeweiht und seinen Bestimmungen übergeben.

​Im Jahr 1907 fertigte der akademische Maler Theophiel Melicher in der Kapelle eine FRESKO-Malerei an, die auf den Besucher einen eher unruhigen Eindruck machte. Auf der Decke wurde die Himmelfahrt Maliern darge­stellt. Eine Gönnerin des Hauses ließ von einem Schüler Melichers einen Kreuzweg gestalten.

1926 wurde anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Hauses der Turnsaal vergrößert und zum Festsaal ausgebaut. Zu diesem Zweck wurden zwei Schlafsäle, die hinter dem Turnsaal lagen, abgerissen. Der neu errichtete Orchesterraum und der Raum unter der Bühne wurden etwas vertieft. Die Bühne bekam einen eisernen Vorhang. Es war außerdem ein Souffleurkasten vorhanden, der bei den Theateraufführungen auch verwendet wurde. Eine getäfelte Holzkonstruktion als Rampe trennte Turnsaal und Orchesterraum. Der Festsaal musste drei Ausgänge haben. Als Notausgang gelangte man bei der letzten Türe über Stiegen direkt ins Freie.

Noch im selben Jahr wurde durch die Initiative des Herrn Schulrat Franz Spechtler der Schulhof neu gestaltet und vergrößert. Die Kommunität der Marienbrüder musste zugunsten der Schüler auf ihren Gemüsegarten verzichten.


Ab dem Jahr 1949 veranlasste der jeweilige Hausdirektor mit seinem Verwalter je nach der Größe des Reparatur­fonds Instandhaltungsarbeiten: Klassenzimmer, Schlafsäle und Internatsräume wurden ausgemalt und moderni­siert, Türen und Fenster wurden erneuert, die Fassaden der Ost-, West- und Nordseite ausgebessert und neu ver­putzt. 

1956 wurde der Turnsaal erneut verbessert. Der Boden des Orchesterraumes wurde angehoben und die Trenn­wand entfernt.

1958 ließ Professor Franz Barth, langjähriger Verwalter, die Kapelle renovieren. Der akademische Maler Bauch übernahm die Malerarbeiten. Er trat für eine Vereinfachung ein und verwendete lichte, freundliche Farben. Als Wandgemälde in der Apsis stellte er ein Doppelmotiv dar: Christus den König und Maria die Vermittlerin aller Gnaden. Herr Dreiling, der Tischlermeister des Ordens, fertigte das Podium, den Altartisch und den Tabernakel an. Als Krönung gestaltete der Kunstmaler Bauch einen zur Malerei passenden, modernen Kreuzweg. 

1963 bekam die Kapelle eine neue Orgel, die der Orgelbaumeister Gregor Hradetzky aus Krems a. d. Donau an­fertigte.

1973 erneuerte man das Stiegenhaus: Die alten Stufen wurden abgeschlagen, ausgegossen und mit neuem Belag überzogen. Das Stiegengeländer wurde mit Gitterglas versehen. 

1979 wurde der Turnsaal generalsaniert: er bekam einen neuen Fußboden, Prallwände, eine Holzdecke, eine Beleuchtung und Lautsprecher wurden eingebaut. 

1982 ließ man die angrenzende Villa Scheidlstraße 10 abtragen und auf dem freien Platz einen Spielplatz errichten. 

1984 Übernamen die Schulbrüder die Gesamtleitung des Marianums. In den Ferien 1984 wurden im Haus große Umbauten vorgenommen. ORG und Volksschule trennte man räum­lich. Neue Klassenräume wurden geschaffen und das Dachgeschoß ausgebaut. Direktion des ORG, Lehrerzim­mer, Sekretariat, Sprechzimmer und drei Klassen wurden im dritten Stock untergebracht Der Dachboden wurde ausgebaut Ein Stiegenaufgang wurde eingezogen und die neu geschaffenen Mansardenräume als Klassenräume installiert. Auch die Volksschule bekam neue Klassenräume. Aus den ehemaligen Internatsräumen wurden Horträume für das Halbinternat geschaffen. Direktion und Lehrezimmer der Volksschule logierten zunächst im Erdgeschoß. 

1985 wurden im Haus ausreichend Toiletten für Mädchen eingebaut. Alle Klassen der Volksschule und des Oberstufenrealgymnasiums konnten ab jetzt koedukativ geführt werden. Die Volksschuldirektion wurde in den dritten Stock verlegt. Das Lehrerzimmer für die Volksschule blieb im Erd­geschoß, wurde jedoch vergrößert und modernisiert. 

1986 wurde im Keller ein Gymnastikraum gebaut. Der Herrnspeisesaal und ein weiterer Raum wurden hierfür verwendet. Der Schule standen ab jetzt zwei Turnsäle zur Verfügung.

Schlussendlich wurde die Kapelle zu einem Mehrzweckraum für festliche Anlässe umgestaltet. Der Raum wurde neu bestuhlt, bekam neue Fenster und eine neue Beleuchtung.

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